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Ratgeber Kopfschuppen

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Kopfschuppen
Entstehung von Kopfschuppen

Bei manchen Betroffenen werden die Kopfschuppen zur Last, vor allem, wenn sie deutlich zu sehen sind. Grund für die Entstehung von Kopfschuppen ist eine gestörte Bildung und Abstoßung von Hautzellen. Meist ist die Bildung der Hautzellen beschleunigt, ebenso der Zyklus, in dem die Regeneration der Haut stattfindet. In den meisten Fällen ist entweder eine trockene Haut ursächlich für die Kopfschuppen (trockene Kopfschuppen), oder eine fettige Kopfhaut (fettige Kopfschuppen). Bestimmte Hautpilze können sich bei fettiger Haut sehr gut vermehren, da sie sich von dem Talg ernähren. Shampoos und andere Haarpflegeprodukte, die die Haut austrocknen oder reizen, können ebenso die Ursache für die Entstehung von Kopfschuppen sein. Darüber hinaus gibt es Hauterkrankungen, die Kopfschuppen auslösen können.

Entstehung von Kopfschuppen

In welchem Fall die Entstehung von Kopfschuppen das natürliche Maß überschreitet und zur Belastung wird, hängt vom persönlichen Empfinden des Betroffenen ab. Viele fühlen sich von der Entstehung der Kopfschuppen bereits eingeschränkt, wenn sich wenige Kopfschuppen auf dem schwarzen Hemd zeigen. Am besten kann der Arzt entscheiden, ob die Entstehung der Kopfschuppen therapiebedürftig ist. Zur Entstehung von Kopfschuppen kommt es durch eine gestörte (beschleunigte) Produktion von Kopfhautzellen und deren Ablösung (Desquamation). Der Zyklus, in dem die Haut sich erneuert, kann von 28 Tagen auf unter 7 Tage sinken.

Austrocknung der Haut als Ursache für die Entstehung von Kopfschuppen

Manche Menschen haben eine angeborene trockene Haut, auch eine trockene Kopfhaut. Dann kann es zur Entstehung von trockenen Kopfschuppen und Juckreiz kommen. Häufiges Haarewaschen kann die Entstehung von Kopfschuppen ebenfalls fördern. Auch heißes, häufiges Föhnen, Heizungsluft oder Klimaanlagen können die Haut austrocknen lassen und zu Kopfschuppen führen.

Fettige Haut als Ursache für die Entstehung von Kopfschuppen

Wenn Menschen zu fettiger Kopfhaut neigen, weil eine starke Talgproduktion vorliegt, kann dies zur Entstehung von fettigen Kopfschuppen führen. Oft stellt sich dann zusätzlich ein Hefepilz ein (Pityrosporum ovale). Dieser Pilz gehört zur normalen Beschaffenheit der Hautflora, kann sich aber bei fettiger Haut stark vermehren. Der Pilz ernährt sich von dem Talg, verdaut ihn und scheidet dann Stoffe aus, die Juckreiz auslösen. Die Haut reagiert auf das anschließende Kratzen mit vermehrter Produktion und Abstoßung von Hautzellen. Dies kann die Entstehung von Kopfschuppen verstärken.

Hauterkrankungen als Ursache für die Entstehung von Kopfschuppen

Folgende Hauterkrankungen können die Entstehung von Kopfschuppen und Juckreiz auf der Kopfhaut auslösen:

  • Neurodermitis
  • Pilzerkrankungen
  • Seborrhoisches (meist anlagebedingtes) Ekzem
  • Allergische Reaktionen (z. B. auf Inhaltsstoffe von Shampoos, Haargels, Haarsprays etc.)
  • Schuppenflechte
  • Asbestflechte
  • Hautpilze und Hautbakterien

Das Aussehen der eher harmlosen Kopfschuppen und der Kopfschuppen bei einer dieser Krankheiten ist schwer zu unterscheiden. Dann sollte man einen Hautarzt (Dermatologen) hinzuziehen. Bei Neurodermitis und dem seborrhoischen Ekzem kann Stress die Symptomatik verschlimmern. Eine rein psychosomatische Ursache ist selten der Fall. Dann reagiert man auf Stress oder psychische Probleme über die Kopfhaut. Hierfür gibt es psychosomatische Fachärzte. Das seborrhoische Ekzem kann durch das Wuchern von Keimen auf der Haut mit ausgelöst werden. Hitze, Feuchtigkeit, Stress und männliche Hormone spielen eine Rolle bei seiner Entstehung.

Fedor Singer

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Therapie Kopfschuppen

Bei Kopfschuppen bieten sich zur Therapie Anti-Schuppen-Shampoos an. Dies gilt vor allem bei fettigen Kopfschuppen. Ebenso sind bei fettigen Kopfschuppen oft pilzhemmende Substanzen (Antimykotika) sinnvoll. Wenn man eher zu trockenen Schuppen neigt, sollte man sich für ein mildes Shampoo ohne reizende oder austrocknende Wirkstoffe entscheiden. Eine gesunde Ernährung und Lebensweise sind wichtig, auch bei Schuppen. Meiden sollte man unter anderem scharfe Kämme, zu häufige Verwendung von Haarfärbemitteln, allergenen Kosmetika, Mitteln für Dauerwellen. Wenn eine Hauterkrankung ursächlich für die Schuppen ist, sollte man in erster Linie diese therapieren. Es kann sich dabei z. B. um eine Schuppenflechte, ein Ekzem oder eine Asbestflechte handeln.

Zur Vorbeugung gegen Schuppen sollte man regelmäßig eine schonende Haarpflege durchführen. Alle Rückstände von Shampoos und anderen Haarpflegemitteln sollte man gründlich auswaschen. Spülungen mit verdünntem Apfelessig machen das wiederholte Auftreten von Kopfschuppen unwahrscheinlicher. Die Ernährung ist von Bedeutung für die Vermeidung von Kopfschuppen. Man sollte viel Vitamin A, E und B zu sich nehmen, ebenso Zink. Genussmittel, Kaffee, Weißmehl und Zucker sind eher ungünstig. Sparsam verwenden sollte man Haarschaum, alkoholische Tinkturen und Haarspray. Das Wetter hat einen Einfluss auf die Erkrankung. Die Luft am Meer tut bei Kopfschuppen gut, ein feuchtes Klima kann fettige Kopfschuppen fördern. Zu trockenen Schuppen kommt es besonders oft im Winter.

Man kann drei Arten von Kopfschuppen unterscheiden: die einfachen Kopfschuppen, die fettigen Kopfschuppen und die Asbestflechte. Manchmal besteht ein Zusammenhang zum seborrhoischen Ekzem. Wenn bei verminderter Talgproduktion die Haut austrocknet oder umgekehrt die Haut fettig wird durch gesteigerte Talgaussonderung, kann dies zu Kopfschuppen führen. Auch Bakterien können Kopfschuppen auslösen, nämlich die Asbestflechte.

Es besteht ein Zusammenhang zwischen Kopfschuppen und der Regeneration der Haut. Die Regeneration der Haut ist ein Zyklus, in dem die Haut immer wieder neue Hautzellen bildet. Wenn Kopfschuppen sich verklumpen und so sichtbar werden, sind sie oft für die Betroffenen eine Belastung. Man kann sie sehen, wenn sie vom Kopf auf den Nacken oder auf die Schultern fallen.